Reisebericht über die Wanderwoche vom 12.09.2014 bis 19.09.2014 des

Eifelvereins OG Düren nach Imst im Pitztal

12. September

1. Tag - Um 8 Uhr brach eine abenteuerlustige Gruppe von insgesamt 17 Wanderern der Ortsgruppe Düren (darunter auch 2 aus Monschau und 2 aus Mayen) auf zu einer achttägigen Wanderwoche nach Imst in Tirol.

Die Wiedersehensfreude für einige in der Gruppe war riesig, hatten sie sich doch fast ein Jahr nicht gesehen. Auch Shekhar und Erika aus Monschau waren dem Einen oder Anderen nicht unbekannt. In Mendig stiegen unsere Wanderinnen Lilo und Elfi der OG Mayen unter herzlicher Begrüßung zu. Das Reisewetter war nicht so besonders gut und manch einer hatte wohl die größten Bedenken bezüglich der Begehbarkeit der dortigen Wanderwege im Hochgebirge. Aber in Imst erwartete uns dann das schönste „Kaiserwetter" und so blieb es auch die ganze Woche. Als erstes begrüßte uns der Wirt Hannes und seine Frau ganz herzlichst. Im Hotel Hirschen mit seiner gepflegten und freundlichen Atmosphäre wurden alle unsere Wünsche zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt. Den ersten gemeinsamen Tag ließen wir in geselliger, lustiger Runde ausklingen.

13. September

2. Tag - Nach kurzer Fahrt von Imst nach Arzl begrüßten uns dort am Arzlerhof der Wirt Franz und sein Wanderführer Franz. Mit ihm wanderten wir gemeinsam durch und um Arzl zur Pfarrkirche zum Hl. Ingenuin und Hl. Albuin aus dem 18. Jahrhundert und weiter zur neuen Aussichtsplattform „Adlerhorst". Die Stärkeren der Gruppe wanderten noch über den Adlerweg hinunter zum Inn und über den Luis-Trenker-Steig durch die Pitzenklamm nach Wald und weiter über die Benni-Raich-Brücke (94 Meter hoch) - der höchsten Fußgänger-Hängebrücke Europas - zurück zum Hotel. Den wunderschönen Tag beendeten wir gemeinsam in der Banderstube des Hotels.

14. September

3. Tag - Heute fuhr die gesamte Gruppe mit unserem Reisebus das Pitztal hoch nach Mandarfen. Dort nahmen wir die Rifflsee-Bergbahn zum gleichnamigen See in 2.232 Metern Höhe. Oben angekommen hatten wir eine traumhafte Sicht auf die vor uns liegenden Berge mit ihren Gletschern. Nach einem Gruppenfoto vor dem Rifflsee (ohne Ruth und Helga) teilten uns unsere beiden Wanderführer in zwei Gruppen ein. Gruppe „1" beging den Offenbacher Höhenweg Richtung Riffelferner und weiter zum Ploder. Nach einer ausgiebigen Rast am Restsee gingen wir über die sehr steile Skipiste zurück zum Rifflsee, um dort den Abstieg über den Wanderweg „E5" zur Taschachalpe Hütte zu nehmen. Gruppe „2" nahm den kürzeren Weg über den Rifflseermandl Wanderweg zur Taschachalpe Hütte. Nach einer Stunde Rast wanderten wir gemeinsam die letzten Kilometer nach Mandarfen zum Bus. Später trafen wir uns noch in kleiner Runde im Wintergarten unseres Hotels.

15. September

4. Tag - Eine Angestellte des Hotels meinte heute Morgen, dass es auf dem Mutterkopf in 2.774 Metern Höhe schneien würde. Aber unserer Wandergruppe war der Wettergott auch heute wieder hold. Nur Sonnenschein bei gemäßigten Temperaturen. Für die Anfahrt nach Scheibe im Pitztal (Gde. St. Leonhard) nahmen wir unseren Bus. Wanderführer Franz brachte noch Wanderer des Arzlerhofes mit. An diesem Tag bestiegen wir mit nur drei Wanderern unserer Gruppe (Erika, Lilo und Wolfgang), drei Wanderern des Arzlerhofes und Wanderführer Franz das Kreuzjoch mit dem Arzler Kreuz in 2.305 Metern Höhe. Der Anstieg auf 2.305 Metern Höhe in 2,5 Stunden war schweißtreibend und nicht einfach zu gehen. Nach einer Rast auf der Arzler-Alm gingen wir über schöne Wanderwege zurück nach Schein, um uns dort mit der zweiten Gruppe zu treffen. Der größte Teil der Gruppe fuhr bis nach Mandarfen und ging von dort entlang der Pitze abwärts durch Viehweiden bis nach Schein. Auch heute saßen wir wieder fast alle in geselliger Runde zusammen, um uns von der Kellnerin Annemarie mit Käse- und Schinken-Häppchen verwöhnen und den schönen Tag ausklingen zu lassen.

16. September

5. Tag - Schon vor dem Frühstück schockte uns Bernd mit der schlechten Nachricht, dass Hermine wegen massiver Rückenprobleme wohl ins Krankenhaus müsse. Sehr Schade! Heute war doch ihr Tag, um uns durch die Rosengarten-Schlucht zu führen. Wie gingen dann - wie üblich nach einem zu reichhaltigen Frühstück mit zu vollem Bauch - vom Hotel zur Rosengarten-Schlucht. Entlang des Schinderbaches mit seiner einmaligen Vegetation mit Farnen und Moosen ging es 250 Meter aufwärts Richtung Blauer Grotte und weiter nach Hoch Imst, wo wir Mittagspause auf der Alm am See machten. Gut gestärkt ging es dann auf dem Wanderweg 11 durch Kiefernwald zurück nach Imst, wo alle den restlichen Tag verbrachten. Abends gingen wir gemeinsam zu einem ca. 2 km entfernten umgebauten Bauernhof unseres Wirtes und vergnügten uns bei einem Tiroler Abend mit Musik und Tanz. Obwohl eine Mitfahrmöglichkeit angeboten wurde, gingen doch alle zu Fuß zurück zum Hotel.

17. September

6. Tag - Wie alle Tage ging es auch heute wieder um 9 Uhr los. Mit dem Bus fuhren wir das Pitztal hoch nach Jerzens. Von dort ging es steil bergauf nach Liss, um dann mit der Bergbahn weiter auf den Hochzeiger zu fahren. Der Aufstieg der Gruppe „1" auf den Sechszeiger (Leiner Kögele) in 2.396 Meter Höhe bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich als sehr schweißtreibend. Belohnt wurde diese Anstrengung mit einem überwältigenden Panorama und einem großartigen Rundum-Blick auf die Bergwelt. Von dort ging es auf Geröllwegen und später durch Zirbelkiefer Wald zur Leiner Alm. Dort ließen wir uns beköstigen und Einige probierten auch den Zirbellikör. Gruppe „2" ging über den Zirbenweg zur Leiner Alm, wo sich die beiden Gruppen wieder trafen. Zwar auf gleichem Weg aber getrennt gingen beide Gruppen zurück nach Liss zu unserem Bus, wo Arno schon auf uns wartete. Es war mal wieder ein anstrengender aber schöner Tag, der abends noch mit Tanz und geselligem Beisammensein zu Ende ging. Lilo und Beate wurden mal wieder nicht müde!

18. September

7. Tag - In Erwartung auf die für heute geplante Tour ins Hochgebirge fiel das Frühstück mal wieder etwas üppiger aus. Wie jeden Tag hieß es: Start um 9 Uhr. Zuerst mit dem Bus nach Hoch Imst zur Talstation der Imster Bergbahnen, von dort mit der Bergbahn alle gemeinsam mit Umsteigen an der Mittelstation auf das Alpjoch in 2.050 Meter Höhe. Von hier aus starteten wir wieder mit unserer Wanderführerin Raphaela und unserem Wanderführer Franz unsere Wanderungen. Gruppe „1" ging zuerst zum Adlerhorst/ Drischlhaus, dann über den Drischlsteig zur Mutterkopfhütte und weiter über den Plattigsteig zum Platteiner Aussichtskreuz, wo wir unsere Mittagsrast machten. Retour wanderten wir Richtung Latschenhütte und weiter über den Jägersteig zur Mittelstation. Zum krönenden Abschluss der Wandertour fuhren fast alle unserer Wandergruppe mit dem Alpine-Coaster (der längsten Alpen Achterbahn über 3,5 km) zu Tal nach Hoch Imst. Nach dem Abendessen trafen wir uns alle noch einmal in der Guten Stube des Hotels zur Abschlussfeier

19. September

8. Tag - Beim Frühstück machten unsere Wanderer einen nicht gerade glücklichen Eindruck. Die Gruppe war nicht so fröhlich wie in den vergangenen Tagen, eher etwas bedrückt. Die Heimreise stand bevor. Nach der Verabschiedung vom Personal und von unseren Wirtsleuten, einem Herzlichen Dank für alles und mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen, fuhren wir gegen 8:30 Uhr vom Hotel ab. Am Himmel zogen Wolken auf, als wenn sie uns den Abschied erleichtern wollten. Die Rückfahrt verlief wie die Hinfahrt ohne besondere Vorkommnisse, außer den üblichen Staus. Lilo und Elfi von der OG. Mayen bedankten sich noch einmal bei Allen für die herzliche Aufnahme, und die Gruppe brachte ihrerseits zum Ausdruck, dass die Beiden eine große Bereicherung für die Gruppe waren. Sie verließen uns als erste in Mendig. Eine Woche war viel zu kurz, um diese herrliche Region rund um Imst und dem Pitztal mit dieser tollen Wandergruppe zu erkunden.Ein herzliches Dankeschön auch an unseren umsichtigen Busfahrer „Arno" der Firma Breuer aus Düren, der die ganze Woche für die Fahrten zu den einzelnen Wanderungen bereit stand.

Die Gruppe verabschiedete sich mit einem „Frisch Auf" und einem „Wiedersehen im kommenden Jahr".

Wolfgang Bachem

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