Wanderbericht über den Aufenthalt in Oberstdorf vom
27. Juni bis 4. Juli 2015
Mit einer Gruppe von 8 Personen starteten wir am Samstag, dem 27.6.2015 ab Düren mit dem Zug nach Oberstdorf. Die Zugfahrt war durch verschiedene Baumaßnahmen auf der Strecke und die damit verbundene Umstrukturierung der Fahrpläne, der Überfüllung der Wagen und der hohen Temperaturen, etwas anstrengend. Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir dann aber doch noch den Standort unserer diesjährigen Wanderwoche.


Wir bezogen unsere Zimmer im Rubihaus und nahmen im Trettachstübchen ein schönes gemeinsames Abendessen ein.
Sonntag, den 28. Juni 2015
Nach unserem reichhaltigen Frühstück trafen wir uns um 8:30 Uhr zu unserer ersten Wanderung ins Wildental, ein Seitental des Kleinwalsertals. Mit dem Bus fuhren wir bis zur Talstation der Kanzelwandbahn. Von hier aus wanderten wir über den Panoramaweg über die kleinen Orte Zwerwald, Letze und Höfle ins Wildental hinein. Unser Ziel war die Fluchtalpe (1.390m). Die Fluchtalpe ist Ausgangspunkt für ausgedehnte Bergwanderungen. Wir kehrten auf der Alm ein und schauten den Wanderern zu, die wie Ameisen weiter den Berg hochstiegen, um zur Fiderepasshütte oder zu anderen Zielen zu gelangen. Unser Rückweg führte uns ein Stück an der Breitach entlang in die Ortsmitte von Mittelberg. Nach einem Besuch der kleinen Kirche gingen wir zur Talstation der Zafernasesselbahn und fuhren hinauf bis zum Panoramaweg, dem wir mit wunderschöner Aussicht ins Kleinwalsertal bis zur Gipfelstation der Heuberg-Sesselbahn folgten. Mit der Heubergsesselbahn fuhren wir dann ins Tal nach Hirschegg. Von hier brachte uns der Bus zurück nach Oberstdorf.
Montag, den 29. Juni 2015
An diesem Tag fuhren wir mit der Fellhornbahn bis zur Mittelstation. Wir wählten den Blumen- und Wanderlehrpfad über die Obere Bierenwangalpe und anschließend den Krummbacher Höhenweg. Bei der Kühgehrenalpe wanderten wir weiter aufwärts in Richtung Fiderepasshütte, mussten aber feststellen, dass der steile Aufstieg für uns etwas zu anstrengend war. Wir machten kehrt und überlegten, ob wir den gleichen Weg zurück nehmen sollten, oder ob wir durch das von oben so verlockend schön aussehende Warmatsgundbachtal gehen sollten. Wir entschieden uns für den Abstieg über die Warmatsguntalpe. Der steile Abstieg zur Wankalpe und der anschließende befestigte Fahrweg zog sich ganz schön in die Länge. Der abzweigende Fußweg , der durch den vielen Regen in den letzten Wochen vor unserer Reise völlig aufgeweicht und matschig war, ließ keine Freude aufkommen. Durch die flachen Wurzeln der Nadelbäume im unteren Bereich wurde der lange Abstieg zusätzlich erschwert. Heil und sicher unten angekommen, suchten wir die Einkehr an der Talstation der Fellhornbahn in Faistenoy auf. Nach unserer verdienten Pause fuhren wir mit dem Bus zurück nach Oberstdorf. Um 19:30 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen.

Dienstag, den 30. Juni 2015
Am Dienstag fuhren wir zur Gipfelstation der Söllereckbahn. Wir wanderten über Hochleite und Schwand zum Freibergsee. Der ursprünglich vorgesehene Wanderweg war wegen Holz- oder Wegearbeiten ein Stück weit gesperrt. Zurück in Oberstdorf unternahmen wir noch eine Fahrt auf den Nebelhorngipfel. Da das Wetter in Hochform war, konnten wir jeden Tag unsere geplanten Wanderungen durchführen.
Mittwoch, den 1. Juli 2015
Heute stand die Fellhorngratwanderung auf dem Plan. Die Fellhornbahn brachte uns hinauf zur Gipfelstation (1.967 m). Von dort aus begann unsere Gratwanderung über den Schlappholdkopf und Söllerkopf, über Söllereck zur Sölleralpe , wo wir eine Einkehr machten. Über Söllerhaus erreichten wir dann die Gipfelstation Schönblick der Söllereckbahn. Die uns hinab ins Kleinwalsertal brachte,von wo aus wir mit dem Bus zurück nach Oberstdorf fuhren.
Donnerstag, den 22. Juli 2015
Am Donnerstag statteten wir der Schwarzwasserhütte einen Besuch ab. Mit der Walmendingerhornbahn fuhren wir von Mittelberg aus zur Gipfelstation. Hier begann unsere Wanderung über die obere Lüchlealm und durch die Ochsenhofer Scharte zur Schwarzwasserhütte. Diese Hütte ist bekannt für ihre gute Küche. Nach einer schönen Einkehr und dem Genuss von Preiselbeer-Kaiserschmarren wanderten wir durch das schöne Schwarzwassertal über Melköde zur Auenhüte. Hier fuhren wir mit der Ifensesselbahn hinauf zur Ifenhütte. Den unterhalb des Hohen Ifen gelegenen Panoramaweg, der mit seinen Bänken zum ausruhen einlud, nutzten wir um das schöne Tal zu genießen. Der Bus brachte uns dann wieder zuverlässig zurück nach Oberstdorf.
Freitag, den 3. Juli 2015
Den letzten Tag unserer Wanderwoche planten wir für einen Besuch im Gemsteltal, einem
Seitental des Kleinwalsertals. Mit dem Bus fuhren wir bis Mittelberg wo wir zuerst an der Breitach entlang und dann von der Gemstel begleitet aufwärts bis zur hinteren Gemstelalm wanderten. Die hintere Gemstelalm ist genau wie die Fluchtalpe Ausgangspunkt für Höhenwanderungen. Nach einer ausgiebigen Einkehr traten wir den Rückweg über Bernhards Gemstelboden bis zur Einmündung der Gemstel in die Breitach an. Weiter ging es an der Breitach entlang aufwärts bis nach Baad. Von hier aus brachte uns der Bus zurück nach Oberstdorf. Unser letztes Abendessen in Oberstdorf nahmen wir in einem griechischen Restaurant ein.
Samstag, den 4. Juli 2015
Nach unserem letzten Frühstück in unserem Hotel machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof und auf die Rückreise aus unserem Urlaub. Ich glaube wir können auf eine schöne ereignisreiche Wanderwoche zurückblicken, die uns allen bei strahlendem Sonnenschein das Algäu und vor allem Oberstdorf und das Kleinwalsertal etwas näher gebracht hat.
Die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gruppe erlaubten es vor Ort manchmal getrennte Wege zu gehen. In diesem Bericht stehen nur die Unternehmungen die wir gemeinsam mit den meisten Teilnehmern gemacht haben.
Marianne und Peter Züll